Beitragsseiten

Pilz des Monats April 2019: Rosa Nabeling (Contumyces rosellus)

Immer, wenn wir auf Reisen sind (so momentan wieder einmal in der Algarve, Portugal) gibt es nur einen kurzen, kleinen Pilz des Monats. Dieses Mal haben wir, was die Witterungsbedingungen im Vorfeld betrifft, großes Pech - es ist äußerst trocken und wir finden sehr wenig frische Pilze. Eine der schönen Ausnahmen möchten wir kurz zeigen - er gelang schon auf der Fahrt, während eines kurzen Haltes. Wir fanden nur einen einzigen Fruchtkörper, was als bezeichnend angesehen werden kann.

Der Rosa Nabeling (Contumyces rosellus, auch bekannt unter Marasmiellus rosellus und Omphalina rosella) ist zumindest "bei uns" in Mitteleuropa selten - ich habe ihn vorher nie zu Gesicht bekommen. Ich hätte mir natürlich gewünscht, mehr Material zu sehen, um die Art ausführlich zu studieren. Vorläufig bleibt es bei dem einen kleinen Fruchtkörper (Hutdurchmesser ca. 5 mm), den wir Ihnen gerne vorstellen :-)

Rosa Nabeling Contumyces rosellus Krieglsteiner Pilzschule Schwaebischer Wald Lothar Katharina Hornmoos Phaeoceros Pilz des Monats April
Rosa Nabeling Contumyces rosellus Marasmiellus Omphalina Portugal Alentejo Algarve Hornmoos Phaeoceros
Rosa Nabeling (Contumyces rosellus) am 16.03.2019 (2 Fotos) - Portugal, Alentejo (Region Beja), ö. Amareleja, am Boden in Kiefern-Wäldchen, zwischen Moosen (im Foto: cf. Ephemerum spec.), Hornmoosen (im Foto: Phaeoceros spec.) und Flechten, nur 1 Frk. - leg., det. Katharina & Lothar Krieglsteiner, Foto Lothar Krieglsteiner

Was die Ökologie der Art betrifft, wollen wir derzeit nicht spekulieren - vermutlich ist die Lebensform noch unklar. Beim Fundort auffällig war das Vorkommen von Hornmoosen der Gattung Phaeoceros - diese sind allerdings in Süd-Portugal an vielen Stellen häufig - und sprechen für einigermaßen saure Boden-Verhältnisse.

Einen ausführlicheren Pilz des Monats bieten wir Ihnen dann wieder im April :-)


 

Pilz des Monats März 2019: Weiche Gewebehaut, Orangefarbener Fältling (Leucogyrophana mollusca)

Heute möchte ich einmal einen „Corti“ vorstellen – also einen Rindenpilz, wobei diese Einordnung schon wieder fraglich ist, denn zum Einen könnte man (deutscher Name) auch von einem Fältling sprechen (aber faltiges Hymenium gibt es ja bei „Cortis“), aber der schwerer wiegende Einwand ist der, dass die Art nicht nur rein resupinat, sondern auch mit durchaus beachtlichen Hutkanten anzutreffen ist. „Cortis“ (Rindenpilze) werden ja gemeinhin als resupinat (rein flächig) wachsende Pilze abgegrenzt. Wobei von einer sauberen Abgrenzung nicht die Rede sein kann. Kein Wunder auch, denn Cortis finden sich heute fast in allen bekannten Ordnungen der Ständerpilze und eine Familie „Corticiaceae“, wie noch vor wenigen Jahrzehnten für alle Rindenpilze in Anwendung, gibt es zwar noch (in O. Corticiales), umfasst aber nur noch einen kleinen Bruchteil der resupinaten Ständerpilze. Nun – zu F. Corticiaceae gehört die heute vorgestellte Art nicht mehr. Aber wohin? Am Besten schauen Sie unvoreingenommen auf eines der Fotos unten und überlegen, welche Ihnen gut bekannte Pilzart farblich sehr nahe kommt. Ja – genau! Der Falsche Pfifferling 😊 – so einfach ist Pilzkunde. Die Weiche Gewebehaut gehört in die Familie Hygrophoropsidaceae – das ist die Familie für die weiß-sporigen Boletales, also die Verwandschaft der Röhrlinge. Nun – die vermutlich gleich aufflackernde Empörung über die „unsägliche moderne Systematik“, bei der niemand mehr durchblickt, sollte sich in Grenzen halten. Wer genau hinschaut, erkennt in der Röhrlings-Verwandtschaft zahlreiche Übergänge von lamelligem über faltiges (anastomosierendes – Goldblatt und Muschelkrempling) bis hin zu Röhrlings-Hymenien, von denen auch manche (z.B. Kuh- und Hohlfuß-Röhrling) durchaus Ähnlichkeiten zu einem Fältlings-Hymenium zeigen. Im Gegensatz zu den meisten Boletales sind die Hygrophoropsidaceae (und auch die Tapinellaceae mit Samtfuß- und Muschelkrempling sowie Gold-Fältling sowie die Coniophoraceae) Saprobionten – und dies gilt auch für unseren Pilz des Monats.

Leucogyrophana mollusca Oesterreich Kaernten Turiawald Weiche Gewebehaut Fichte Picea abies Holz
 Leucogyrophana mollusca Weiche Gewebehaut Kaernten Picea corti Faeltling Boletales Hygrophoropsidaceae Krieglsteiner
 Weiche Gewebehaut oder Orangefarbener Fältling (Leucogyrophana mollusca) - am 20.10.2015 (2 Fotos), Österreich, Kärnten, Turia-Wald, leg., det. Matthaeus Koncilja & Lothar Krieglsteiner, an Fichtenstumpf in montanem Nadelmischwald, Foto Lothar Krieglsteiner
 Leucogyrophana mollusca Weiche Gewebehaut Italien Ligurien Seminar Krieglsteiner Pilzschule Schwaebischer Wald Rindenpilzkurs
 Weiche Gewebehaut (Leucogyrophana mollusca) am 12,11.2016, Italien, Ligurien, Ortsrand von Varese Ligure, an Nadelholz-Stumpf und angrenzender Böschung, leg. Pilzkurs mit Peter Karasch, Katharina & Lothar Krieglsteiner, det., Foto Lothar Krieglsteiner
 Leucogyrophana mollusca Thueringen Hainich Forst Harvester Bodenverdichtung pileat resupinat PIlzseminar Pilzkurs
 Weiche Gewebehaut (Leucogyrophana mollusca) am 16.10.2018 in Thüringen, nördlicher Hainich, Stadtwald Mühlhausen w. Mühlhausen, in kürzlich forstlich teilweise abgeernteter Fichtenparzelle, an Fichtenstämmen und Fichtenreisig, von dort aus übergreifend auf so gut wie alles incl. verschiedene Laubholzstämme in Stammlager sowie auf Strecke von ca. 20 m fast überalll auf nackter Erde und kleineren Fichtenholz-Resten am und im Boden auf Weg und an der angrenzenden Böschung - überaus massenhaft, leg., det. Katharina & Lothar Krieglsteiner, Foto Lothar Krieglsteiner
 Leucogyrophana mollusca Weiche Gewebehaut Pfaelzer Wald Rheinland Pfalz Picea Holz Forst Krieglsteiner
Weiche Gewebehaut (Leucogyrophana mollusca) am 11.09.2018, Rheinland-Pfalz, Pfälzer Wald bei Eppenbrunn, Naturwaldreservat "Mummelsee", an Fichtenstumpf in saurem Fichtenforst, leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det., Foto Lothar Krieglsteiner
 Leucogyrophana mollusca pseudomollusca Ebern Unterfranken Nadelholz Orangefarbener Faeltling PIlzschule Schwaebischer Wald
 Weiche Gewebehaut (Leucogyrophana mollusca) reichlich pileat - gefunden am 14.09.2010, Bayern, Unterfranken, Hassberge, Ebern, Truppenübungsplatz, an Kiefern-Holzschnitzeln am Boden in Nadelmischforst, leg., det., Foto Lothar Krieglsteiner
 Leucogyrophana mollusca Weiche Gewebehaut Schwaebischer Wald Leintal Durlangen junger Fruchtkoerper Myzel weiss orange
 Weiche Gewebehaut (Leucogyrophana mollusca), junges Stadium mit Myzelfilz, am 26.09.2015, Baden-Württemberg ö. Stuttgart, n. Schwäbisch Gmünd, Schwäbischer Wald bei Leinmühle, an Fichtenholz sowie angrenzend auf nackter Erde (Holz im Boden) an Böschung, leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det., Foto Lothar Krieglsteiner

 

Zumindest meine Wege kreuzt dieser Pilz in den letzten Jahren viel häufiger als früher. Es kann zwar sein, dass ich ihn früher auch mal übersehen habe, aber eine Ausbreitungstendenz scheint mir zu bestehen – oder auch eine Förderung durch die heutige Form der Forstwirtschaft mit schweren Maschinen. Jedenfalls kann man die Weiche Gewebehaut in intensiv bewirtschafteten Fichten-Forsten (die Art scheint auf Nadelholz beschränkt zu sein) oft in großen Mengen antreffen – an den Holzresten selbst (meist auf Holz der Initial- und frühen Optimalphase, wo die Art eine Braunfäule auslöst), aber auch oft in großer Menge scheinbar auf nackter Erde an boden-verdichteten Waldwegen und Weg-Böschungen – dort, wo reichlich kleinere Holzreste (vom Schreddern der Bäume) ins Erdreich gepresst wurden.

Bereits oben habe ich erwähnt, dass auch der Hausschwamm (der Wilde – der Echte natürlich auch, namens Serpula lacrymans) zu den Boletales gehört, also ein (entfernter) Verwandter der Weichen Gewebehaut ist. Was nicht viele wissen, ist, dass auch die Gewebehäute in Gebäuden als Schadpilze auftreten können. Im Jahr 2010 wurde ich einmal beauftragt, in einem Keller auftretende Pilz-Beläge zu untersuchen. Diese erinnerten makroskopisch wenig an das Erscheinungsbild von L. mollusca im Freien (die weitgehend sterilen Beläge bildeten nur punktuell schon eine noch wenig reife Fruchtschicht aus), konnten aber trotzdem als diese Art identifiziert werden. Auch hiervon ein Foto anbei – es zeigt auch die bei L. mollusca auftretenden Myzelstränge (Rhizomorphen). L. mollusca bildet gerade an solchen ungünstigen Standorten (in Häusern geht die Art wasser-technisch sicher an ihr Existenz-Minimum) für die Art typische kugelförmige Sklerotien (harte Überdauerungs-“Körner”), die auf dem Foto nicht zu sehen sind.

Leucogyrophana mollusca Gebaeude Schaedling Rhizomorphen Sklerotien steril Gutachten Mikroskopie Staenderpilz
Weiche Gewebehaut (Leucogyrophana mollusca) - weitgehend sterile Myzelmatten mit Rhizomorphen in Keller, nur spärlich beginnende Hymenium-Bildung, gefunden am 19.11.2010 in Schwäbisch Gmünd, Keller von Haus im Sandweg, leg., det., Foto Lothar Krieglsteiner (anlässlich Auftrag bezüglich "Hausschwamm-Gutachten"

 

Verwechseln kann man die Weiche Gewebehaut mit dem Wilden Hausschwamm (Serpula himantioides) – dieser hat jedoch keine orangefarbene, sondern eine deutlich dunkler braune Fruchtschicht. Ähnlicher noch ist der Gold-Fältling (Pseudomerulius aureus), der eher an morscherem Kiefernholz anzutreffen ist. Bestes makroskopisches Merkmal ist für mich die bei L. mollusca weißen Zuwachskanten oder Hüte, die bei P. aureus wie der Rest des Pilzes goldgelb gefärbt ist, durchaus mit Orangeton, aber nicht so orange wie L. mollusca. Ich habe Ihnen zum Vergleich auch von P. aureus ein Foto angehängt.

Pseudomerulius aureus Ebrach 2 071909
Gold-Fältling (Pseudomerulius aureus) am 19.09.2008, Unterfranken, Steigerwald, Umgebung des NSG "Brunnstube" bei Ebrach, an Kiefernholz der Finalphase in Nadelmischwald, leg., det., Foto Lothar Krieglsteiner. Beachten Sie die gelbe und nicht weiße Hutkante - sowie das bereits sehr stark zersetzte Holz (Braunfäule wie auch L. mollusca).

 

„Cortis“ schaue ich mir in letzter Zeit öfter mal an. Dies hat verschiedene Gründe – unter anderem die Tatsache, dass deren Bestimmung für wissenschaftliche Aufträge oft besonders wichtig ist. In früheren Jahren hatte ich das Glück, dass befreundete Pilzkenner mir immer viele Aufsammlungen bestimmten (in den 1980-er-Jahren die verstorbene Frau Hanna Maser vom Stuttgarter Pilzverein, später dann Harald Ostrow und Frank Dämmrich) – und ich muss zugeben, dass mich die Cortis nicht übermäßig interessierten. Dies hat sich geändert – und ich habe bemerkt, dass Rindenpilze auch Spaß machen können. Nachdem ich schon Kurse bei Christoph Hahn, Norbert Luschka, Frank Dämmrich und Harald Ostrow besucht habe und ich inzwischen auch über etwas mehr Bestimmungspraxis verfüge, traue ich mich sogar nun, einen ersten eigenen Rindenpilz-Kurs anzubieten (sehen Sie nach im Seminarprogramm 2019). Denn leider gilt: ohne Mikroskop (wie die Weiche Gewebehaut) sind nur einige Arten bestimmbar.


 

Pilz der Monats Februar 2019: Vogesen-Kohlenbeere (Hypoxylon vogesiacum)

Kohlenbeeren (die alte Gattung Hypoxylon, heute einige Gattungen um Hypoxylon im engen Sinne herum) sind Pyrenomyceten, also Kugelpilze oder „Kernpilze“ (Fruchtkörperform ist das Perithecium mit vorgebildeter apikaler Öffnung zum Austritt der Sporenmasse) mit Sammel-Fruchtkörpern (viele solche Perithezien sind in ein gemeinsames „Stroma“ eingesenkt und erscheinen bei Reife als oberflächliche „Punktierung“), die mehr oder weniger breit dem Substrat aufsitzen. Dies unterscheidet sie von ihrer nahen Verwandtschaft, den Holzkeulen (Xylaria), die sich für aufrechte Stromata „entschieden haben“ – gemeinsam sind beiden die Mehrzahl der Mikromerkmale wie z.B. dunkel gefärbte Sporen mit Keimspalt und ein mit Jod anfärbbarer Apikalapparat der Schäuche (s.u.); diese haben z.B. auch die ebenfalls nahe verwandten Kohlenkugelpilzen (Daldinia), die sich durch meist größere, im Schnitt geschichtete Stromata unterscheiden. Die Mikromerkmale muss man erwähnen, denn es gibt (weltweit sowieso, aber auch bei uns) noch weitere Gruppen von makroskopisch ähnlich aussehenden, aber mikroskopisch abweichenden stroma-bildenden Pyrenomyceten (z.B. in der Gattung Camarops – hier finde ich beim Googeln die deutsche Bezeichnung „Kugelschwämme“, die ich ganz unpassend finde).

Einige Arten von Kohlenbeeren sind sehr häufig, z.B. H. fragiforme („Rötliche Kohlenbeere“ an Buche, H. fuscum („Rotbraune Kohlenbeere“, meist an Hasel, Hainbuche oder Erle), Kretzschmaria deusta („Brandkrustenpilz“, an verschiedenen Laubbäumen) oder Nemania serpens („Geschlängelte Kohlenbeere“, an verschiedenem Laubholz), um nur wenige zu nennen, aber es gibt eine Vielzahl von Arten, die in vielen Fällen nur mikroskopisch sicher bestimmt werden können. Wer sich mit diesen Pilzen intensiver befassen will (Vorsicht: kein Vertreter ist ein guter Speisepilz ☹), dem kann ich die folgende Website nahelegen: http://pyrenomycetes.free.fr/.

Pilz des Monats Februar 2019 ist nun eine relativ selten gefundene Art. Vor diesem Jahr kannte ich sie nur von einem Uralt-Fund auf der Schwäbischen Alb (Bannwald „Tiefental“ unweit Schelklingen) – und nicht allzu weit von dort gelang auch der erste von 2 Funden 2018, unweit von Marbach im Biosphären-Reservat Schwäbische Alb im Rahmen von Kartierungsaufträgen.

 Hypoxylon vogesiacum Vogesen Kohlenbeere Krieglsteiner Pilzschule Schwaebischer Wald Baden Wuerttemberg Bergahorn Acer pseudoplatanus Biosphaeren Reservat Schwaebische Alb
 Hypoxylon vogesiacum Vogesen Kohlenbeere Bergahorn Schluchtwald Schwaebische Alb Fraxino Aceretum pseudoplatani Stroma
Vogesen-Kohlenbeere (Hypoxylon vogesiacum) am 25.09.2018, Baden-Württemberg, Biosphären-Reservat Schwäbische Alb, "Jörgenbühl" bei Marbach, 711 m NN, an liegendem Stammstück von Bergahorn (Acer pseudoplatanus) in Schluchtwald über Juralkalk (Fraxino-Aceretum pseudoplatani), leg., det. Katharina & Lothar Krieglsteiner, Fotos Lothar Krieglsteiner
 Hypoxylon vogesiacum Vogesen Kohlenbeere Baden Wuerttemberg Allgaeu Tobelwaelder Ulmus Bergulme Stromata violett Krieglsteiner
 Hypoxylon vogesiacum Vogesen Kohlenbeere Perithezien Ostioli Muendungen violett Stromata Xylariales Ulmus glabra Bergulme Tobel
Vogesen-Kohlenbeere (Hypoxylon vogesiacum) am 25.10.2018, Bayern (knapp n. der Grenze zu Österreich), Allgäu, "Gerbertobel" s. Lindenberg/Allgäu, 813 m NN, an liegendem Stamm von Bergulme (Ulmus glabra) auf fast ganzer Länge in montanem Mischwald, leg., det. Katharina & Lothar Krieglsteiner, Fotos Lothar Krieglsteiner

 Diese Aufsammlung ist (durchaus frisch und voll-reif, aber) etwas älter und deshalb schon mehr schwarz gefärbt, während die 2. Aufsammlung (aus dem „Allgäu“ aus „Tobelwäldern“) noch ganz frisch und noch wunderbar violettlich gefärbt ist. Bei beiden Funden war Katharina dabei und sie ist der Meinung, dass sie die Art an dem violetten Farbton auch schon makroskopisch erkennen kann. Ich traue mir das in Anbetracht der vielen doch ähnlichen anderen Hypoxylon-Arten nicht zu, und so verbleibt nur das Mikroskop. H. vogesiaceum gehört hier allerdings durch die sehr großen Sporen (deutlich über 20 µm) zu den leicht bestimmbaren Arten – alle makroskopisch ähnlich aussehenden Arten (z.B. Artenkomplex um H. rubiginosum – mit Ausnahme von H. macrosporum) haben deutlich kleinere Sporen.

Die Mikroskop-Bilder zeigen nicht nur den hellen Keimspalt der düsteren Sporen, sondern auch sehr schön den Apikalapparat der Schläuche, der mit Jodreagentien (Lugol`sche oder Baral`sche Lösung, aber auch Melzers Reagens) wunderbar blau angefärbt wird (eu-amyloide Reaktion). Eine wichtige Unterscheidung ist die Form dieses Apikalapparates (Porus), der bei Hypoxylon im engen Sinne kurz ist und bei Nemania lang.

Hypoxylon vogesiacum Sporen gro duester Asci Xylariales Tobelwaelder Mikroskop Ulmus Ulme montan
Hypoxylon vogesiacum Sporen Keimspalt gro dunkel Xylariales Vogesen Kohlenbeere Mikroskop

Vogesen-Kohlenbeere (Hypoxylon vogesiacum) am 25.10.2018, Bayern (knapp n. der Grenze zu Österreich), Allgäu, "Gerbertobel" s. Lindenberg/Allgäu, 813 m NN, an liegendem Stamm von Bergulme (Ulmus glabra) auf fast ganzer Länge in montanem Mischwald, leg., det. Katharina & Lothar Krieglsteiner, Fotos Lothar Krieglsteiner -

Beachten Sie die großen Sporen als Artmerkmal (oberes Foto) sowie die dunklen Sporen mit langem Keimspalt (unteres Foto) - dieser ist nicht auf jeder Aufnahme gut zu sehen, da die Fokussierung auf den Keimspalt in der Regel zu ansonsten unscharfen Sporen-Aufnahmen führt. Alle Kohlenbeeren (auch im weiten Sinne) und ihre Verwandten, die Holzkeulen, besitzen einen (unterschiedlich ausgeprägten) Keimspalt.

 Hypoxylon vogesiacum euamyloid Apikalapparat Lugol Baral Melzer Xylariales Vogesen Kohlenbeere selten

Vogesen-Kohlenbeere (Hypoxylon vogesiacum) am 25.10.2018, Bayern (knapp n. der Grenze zu Österreich), Allgäu, "Gerbertobel" s. Lindenberg/Allgäu, 813 m NN, an liegendem Stamm von Bergulme (Ulmus glabra) auf fast ganzer Länge in montanem Mischwald, leg., det. Katharina & Lothar Krieglsteiner, Fotos Lothar Krieglsteiner

Dieses Präparat wurde mit Baral`scher Lösung gefertigt und zeigt die eu-amyloide, tief blaue Reaktion der bei Hypoxylon ss.str. (im engen Sinne) kurzen Apikalapparate (Ascus-Poren). Verwendung des letalen Melzers Reagens (mit Chloralhydrat) hätte hier nicht zu einem anderen Ergebnis geführt.

 Nemania serpens Geschlaengelte Kohlenbeere Asci hemiamyloid Apikalapparat lang haeufig Laubholz Krieglsteiner Pilzschule Schwaebischer Wald

 Geschlängelte Kohlenbeere (Nemania serpens - früher Hypoxylon serpens) am 30.04.2018, Bayern, Mainfranken sw. Würzburg, "Loheholz" bei Hohestadt, ca. 220 m NN, in Eichen-Hainbuchen-Wald an totem Stammrest von Efeu (Hedera helix), leg., det., Foto Lothar Krieglsteiner

Beachten Sie die bei Nemania deutlich verlängerten, "hutförmigen" Apikalapparate. N. serpens ist eine Ausnahme mit ihrer hemiamyloiden, roten Reaktion in Vital-Reagentien (Baral`sche oder Lugol`sche Lösung). Verwendung von Melzers Reagens hätte hier keine Reaktion erbracht! (bzw. nach Vorbehandlung mit KOH eine blaue).

 Das Foto von Nemania serpens zeigt eine weiter Eigentümlichkeit, nämlich eine hemiamyloide, rote Reaktion des Ascus-Porus. Diese funktioniert allerdings nur mit Vital-Reagentien (Lugol oder Baral) und nicht mit Melzers Reagens, da das in Melzer enthaltene Chloralhydrat die Zellen abtötet und die hemiamyloide Reaktion verhindert. Erstaunlicher Weise lässt sich aber bei den hemiamyloiden Arten nach KOH-Vorbehandlung auch eine Blaufärbung erzielen.

Doch noch einmal zurück zu H. vogesiacum. Alle meine Funde deuten darauf hin, dass die Art montan verbreitet ist und „Schluchtwälder“ (z.B. Pflanzengesellschaft des Fraxino-Aceretum pseudoplatani) ihr Haupt-Standort. Als Substratangaben findet man Ahorn (wohl meist Bergahorn) und Ulme – und dies sind auch bei unseren Funden die (wahrscheinlichen) Substrate.


Pilz des Monats Januar 2019: Gelbstieliger Blut-Hautkopf (Cortinarius cf. pseudofervidus)

Anm.: Der deutsche Name wurde eben hier von mir "erfunden" :-)

Die Gattung Cortinarius, die Schleierlinge, gelten seit jeher als besonders schwierige Pilzgattung – nicht zuletzt auch aufgrund der Tatsache, dass die Gattung nahezu uferlos ist, extrem artenreich. Dazu kommt, dass die makroskopischen Farbmerkmale sehr wichtig sind, auf der anderen Seite aber auch extrem flüchtig – d.h. wenn man nicht auch junge Fruchtkörper zur Verfügung hat und man die Farben von Lamellen, Fleisch, Hut, Stiel und Velum in frischem Zustand bearbeiten kann, dann sind Bestimmungsversuche oft eher Zeitverschwendung. Dazu kommt, dass Mikromerkmale eher spärlich sind – natürlich die Sporengröße und ihr Ornament, dazu Inkrustationen auf Hyphenwänden, aber z.B. Zystiden fehlen den meisten Schleierlingen, wodurch schon einmal ein sonst bei Lamellenpilzen oft hilfreicher mikroskopischer Merkmalskomplex (weitgehend) ausfällt.

Schon immer gab es deshalb auch viel Verwirrung um die Deutung von Schleierlings-Namen und viele Änderungen und unterschiedliche Ansichten je nach Autor. Daran beginnt sich – wie auch sonst im Pilzreich – derzeit einiges zu ändern, denn die molekulare Untersuchung von immer mehr Schleierlingsproben deckt viele alte Irrtümer auf und ermöglicht neue Art- und Sektions-Abgrenzungen. Allerdings wird es noch einige Zeit brauchen, bis man wirklich mehr weiß und auch der „Normal-Sterbliche“ vielleicht der Möglichkeit zu korrekteren Schleierlings-Bestimmungen näher rückt. Und so hat sich jüngst eine Möglichkeit für mich ergeben, eigenen Schleierlings-Kollektionen solchen DNA-Sequenzierungen zuzuführen – allerdings wird es noch länger dauern, bis sich daraus (falls überhaupt) klare Ergebnisse ergeben werden. Im Zuge dieser Zusammenarbeit zeigte ich dem Freiburger Schleierlings-Fachmann Günter Saar auch Fotos einer Art, die mir schon länger Kopfzerbrechen bereitet – und von der bereits zwei DNA-Sequenzen vorliegen, durchgeführt von meiner Frau Katharina anlässlich ihres Fachberater-Seminares an der Universität Frankfurt im Februar 2017 (vgl. hierzu den Beitrag über Musumecia bettlachensis: http://www.pilzkunde.de/index.php/pilz-des-monats/pilz-des-monats-2017?start=9). Hierzu später gleich noch mehr.

Insofern traue ich mich heute (auch wenn es etwas mutig und vielleicht auch etwas voreilig ist), einen wenig bekannten Schleierling – aus der Untergattung der Hautköpfe (Dermocybe) – als Pilz des Monats vorzustellen – eine Art, die ich in den letzten Jahren im Schwäbisch-Fränkischen Wald und im Albvorland von Ost-Baden-Württemberg mehrfach in Nadelmischwäldern fand und die ich mit „normaler Literatur“ nicht wirklich bestimmen konnte.

Cortinarius pseudofervidus rubrobrunneus ominosus Gelbstieliger Blut Hautkopf Schleierling Dermocybe Pilzschule Schwaebischer Wald
Gelbstieliger Blut-Hautkopf (Cortinarius cf. pseudofervidus) - 21.9.2013, Schwäbischer Wald (Baden-Württemberg ö. Stuttgart), Alfdorf-Hintersteinenberg, "Hafental", Fichten-Tannen-Buchen-Mischwald über mäßig saurem, etwas basenhaltigem Boden (zwischen dem Moos Rhytidiadelphus loreus und mit Wald-Sauerklee), leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (als C. cf. fervidus), conf./rev. Günter Saar (anhand Foto), Foto Lothar Krieglsteiner
 Cortinarius pseudofervidus fervidus DNA Baden Wuerttemberg Stuttgart Schwaebisch Fraenkischer Wald Gmuend Krieglsteiner Tanne Fichte basenreich
 Gelbstieliger Blut-Hautkopf (Cortinarius cf. pseudofervidus) - 26.9.2013, Schwäbischer Wald (Baden-Württemberg ö. Stuttgart), Alfdorf-Hintersteinenberg, "Hafental", Fichten-Tannen-Buchen-Mischwald über mäßig saurem, etwas basenhaltigem Boden (zwischen dem Moos Rhytidiadelphus loreus), leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (als C. cf. fervidus), Foto Lothar Krieglsteiner
 Cortinarius pseudofervidus rubrobrunneus Gelbstieliger Blut Hautkopf Schwaebisch Gmuend Schwaebische Alb Dermocybe Nadelwald
 Gelbstieliger Blut-Hautkopf (Cortinarius cf. pseudofervidus) - 28.9.2013, Anstieg zur Schwäbischen Alb (Baden-Württemberg ö. Stuttgart), Schwäbisch Gmünd, Weiler i.d. Bergen, "Költ", unter Fichte und Tanne in kleiner Parzelle inmitten von mesophilem Buchenmischwald, zwischen dem Moos Eurhynchium striatum, leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (als C. cf. fervidus), Foto Lothar Krieglsteiner
 Cortinarius pseudofervidus ominosus rubrobrunneus Sporen Fichten Tannen Buchenwald basenreich
 Sporenfoto zu: Gelbstieliger Blut-Hautkopf (Cortinarius cf. pseudofervidus) - 21.9.2013, Schwäbischer Wald (Baden-Württemberg ö. Stuttgart), Alfdorf-Hintersteinenberg, "Hafental", Fichten-Tannen-Buchen-Mischwald über mäßig saurem, etwas basenhaltigem Boden, leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (als C. cf. fervidus), conf./rev. Günter Saar (anhand Foto), Foto Lothar Krieglsteiner - Die Sporenmaße ermittelte ich mit ca. 6-7,5/3,5-4,5 µm etwas kleiner als in der Literatur für C. pseudofervidus angegeben - dies würde ich aber "nicht zu hoch hängen".
 Cortinarius pseudofervidus Sporen warzig Krieglsteiner Pilzschule Schwaebischer Wald rubrobrunneus ominosus
 Sporenfoto zu: Gelbstieliger Blut-Hautkopf (Cortinarius cf. pseudofervidus) - 21.9.2013, Schwäbischer Wald (Baden-Württemberg ö. Stuttgart), Alfdorf-Hintersteinenberg, "Hafental", Fichten-Tannen-Buchen-Mischwald über mäßig saurem, etwas basenhaltigem Boden, leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (als C. cf. fervidus), conf./rev. G. Saar (anhand Foto), Foto Lothar Krieglsteiner -

Wie ich dann doch bereits selbst zum (fast) richtigen Namen als „Arbeitstitel“ kam, nämlich zu Cortinarius fervidus, kann ich heute gar nicht mehr sagen, denn die Abbildungen in Internet und Literatur ähneln meinem Fund nur relativ begrenzt, so z.B. die bei Brandrud & al. in Cortinarius, Flora Photographica 1 – oder auch bei Bidaud & al. 2017 (Atlas des Cortinaires Teil 24, 2017 – bei den Abbildungen dort erscheint mir Cortinarius ominosus Bidaud am Ähnlichsten), allerdings gilt der Atlas des Cortinaires unter den Schleierlings-Forschern als unseriöse Publikation. Nun – wie ich schon sagte, liegen bereits 2 DNA-Sequenzen vor – allerdings habe ich „dummerweise“ nur von 2 der 3 Fundstellen Belege angefertigt – und ebenfalls nur von 2 der 3 Funde Standortsfotos (so ist es eben manchmal in der Saison, wenn die Funde während anstrengender Seminare statt finden). Nun – wie auch immer: der best-dokumentierte Fundort ist der vom „Hafental“ bei Alfdorf-Hintersteinenberg, denn von dort gibt es Exsikkat plus passable Standortsfotos. Und das DNA-Ergebnis? – landet ganz in der Nähe von C. idahoensis, einer (zumindest nach schnellem Googeln) gelb-lamelligen Art. Vielleicht ist die Sequenz nicht gut geglückt. Der zweite Beleg (bei Alfdorf-Burgholz, leider ohne Foto, aber in meiner Erinnerung genauso aussehend) landet DNA-technisch nahe beim Typus von Cortinarius rubrobrunneus (eine aus Kanada beschriebene, hauptsächlich durch geringe Unterschiede in der DNA abweichende Art). Und Günter Saar sagte zu meinem Foto (vom „Hafental“): „ist sehr wahrscheinlich fervidus (jetzt pseudofervidus), die Schwesterart zu rubrobrunneus“. Womit wir doch einige Klarheit in ein Feld voller Unklarheit gebracht hätten. Auf alle Fälle habe ich vor, diesen Pilz wieder zu finden und dann besser zu dokumentieren. Er ähnelt am Ehesten dem Blutroten Hautkopf (C. sanguineus) oder dem Blutblättrigen H. (C. semisanguineus), vom Ersten unterscheidet er sich schon durch die gelben Stiele und andere Rottöne – genauso wie vom Zweiten, der eher olivbraune Hutfarben aufweist. Gewisse Ähnlichkeiten kann man durch die weinrote Färbung des Hutes auch mit C. anthracinus sehen, aber die sind schon eher marginaler Natur. Auf alle Fälle: ein interessanter Hautkopf, der offensichtlich wenig bekannt ist. Vielleicht wird Katharina auch irgendwann klären können, wie gut er im Vergleich zu den genannten Arten zum Wolle-Färben geeignet ist 😊

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Seitenanfang