Pilz des Monats März 2021 – Kleinsporiger Wasserfuß (Hydropus pseudotenax)

Um die offenbar in Deutschland noch nicht nachgewiesene Art als Pilz des Monats vorzustellen, musste ich mir erst einmal einen deutschen Namen überlegen – zumindest erbrachte das Googeln mit „Hydropus pseudotenax Wasserfuß“ keine Ergebnisse. Pseudotenax – nun, was heißt das?  Dazu ist vielleicht zunächst von Interesse, dass der amerikanische Mykologe A.H. Smith zunächst 1936 einen Helmling als Mycena tenax beschrieb. Über diese Art kann ich nichts sagen, außer, dass sie wohl immer noch in der Gattung Mycena geführt wird.  1939 beschrieb er dann wohl als Doppelgänger Mycena pseudotenax – und diese Art ist inzwischen in die Gattung der Wasserfüße überführt worden. Tenax ist ein lateinisches Adjektiv, das man unterschiedlich übersetzen kann, so mit festhaltend, klebrig (abzuleiten vom Verb tenere: (fest)-halten – und in der Tat hat H. pseudotenax leicht, aber nicht sehr prägnant klebrige Stiele), oder auch etwas abgeleitet zäh, fest, aber auch fädig. Was genau A.H. Smith im Kopf hatte, als er die beiden Arten benannte, habe ich nicht versucht zu recherchieren, aber Namen wie „Klebriger Wasserfuß“, „Zäher Wasserfuß“ oder „Fädiger Wasserfuß“ empfand ich als relativ nichts-sagend, zumal man noch das „pseudo“ berücksichtigen müsste (griechisch: falsch), also Falscher Zäher Wasserfuß … - nun, ja, da habe ich mich dagegen entschieden. In der Tat ist die für die Gattung sehr kleine Sporengröße (ich maß gut zur Literatur passend Sporen von (5,5)-6-8-(9)/3-4 (4,5) µm) – Maße, die in der Gattung vor allem in der Breite, aber auch in der Länge nicht unterboten werden; Kleinsporiger Wasserfuß also meine Wahl für den deutschen Namen.

Ich fand die Art bisher 2mal – und beide Male dachte ich erst an einen Helmling, wenn auch nicht unbedingt an die gleiche Art, denn beide Kollektionen weichen makroskopisch leicht voneinander ab, passen aber insgesamt so beide gut zum Bild, das sich beim Googeln des Namens und mit dem Vergleich zu anderen so bestimmten Aufsammlungen aus dem Internet ergibt. Bei der ersten, sehr reichlichen Kollektion im Herbst 2019 hätte ich die Art fast nicht beachtet – der Fund gelang während einer Seminar-Exkursion in einem der Pilzschule nahe gelegenen Bachtal im Schwäbischen Wald in der gemischten Nadelstreu von Tanne und Fichte in einem Nadelmischwald – und eigentlich hielt ich die Art für einen 0-8-15-grauen Helmling, von denen es ja einige gibt.

Hydropus pseudotenax 1 Kleinsporiger Wasserfuss Schwaebischer Wald Hoenig Auerbachtal Nadelstreu
Hydropus pseudotenax 2 Klebriger Wasserfuss Helmling scabripes conicus Schwaebischer Wald Pilzkurs Seminar Pilzschule Schwaebischer Wald
Hydropus pseudotenax 3 Zaeher Wasserfuss Krieglsteiner Feldmykologe Ruppertshofen Schwaebisch Gmuend Baden Wuerttemberg
Hydropus pseudotenax 4 Kleinsporiger Wasserfuss Helmling Auerbachtal Deutschland Tanne Fichte Pilzschule
Hydropus pseudotenax 7 Studio Lothar Krieglsteiner Pilzkurse Pilzseminare Ausbildung PSV Feldmykologe Baden Wuerttemberg

Kleinsporiger Wasserfuß (Hydropus pseudotenax) am 19. (und 20.) 10.2019, Deutschland, Baden-Württemberg, 

Schwäbischer Wald n. Schwäbisch Gmünd, "Auerbachtal" bei Ruppertshofen-Hönig, in der Streu unter Fichte und

Tanne, leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (Februar 2021), Fotos Lothar Krieglsteiner

(4 x Standort, 1 x Studio)

 Hydropus pseudotenax 5 Lamellen Ansatz breit angewachsen Schwaebischer Wald Ruppertshofen Hoenig Auerbachtal Krieglsteiner
 Hydropus pseudotenax 6 Kleinsporiger Wasserfuss Helmling Lamellen Ansatz Nadelstreu Tanne Fichte Mittelgebirge Pilzschule Schwaebischer Wald
 Hydropus pseudotenax 8 Kleinsporiger Wasserfuss Anastomosen Pilzschule Schwaebischer Wald Ruppertshofen Gmuend Baden Wuerttemberg Pilzseminare
 Hydropus pseudotenax 9 Klebriger Wasserfuss Auerbachtal Tanne Fichte Helmling Mikroskopie PIlzkurse Tagesfuehrung Seminar PSV Ausbildung
 Kleinsporiger Wasserfuß (Hydropus pseudotenax) am 19. (und 20.) 10.2019, Deutschland, Baden-Württemberg, 

Schwäbischer Wald n. Schwäbisch Gmünd, "Auerbachtal" bei Ruppertshofen-Hönig, in der Streu unter Fichte und

Tanne, leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (Februar 2021), Fotos Lothar Krieglsteiner

(4 x Standort, 1 x Studio)

Die Aufnahmen von unten zeigen den (schmal bis) breit angewachsenen, auch leicht mit Zahn herablaufenden

Lamellen-Ansatz sowie die Tendenz zu stark aderig-getropften Lamellen und Anastomosen-Bildung - wie Sie

sehen kein Alleinstellungs-Merkmal des Rosablättrigen Helmlings (Mycena galericulata) ...

Da der Pilz aber nicht nach Chlor roch und auch sonst nicht ins Bild einer mir bekannten Art passte, zudem noch recht reichlich fruktifizierte, war ich neugierig, machte Standortfotos und nahm Material zur Untersuchung mit nach Hause. Dabei wurde schnell klar, dass es sich um einen Wasserfuß handelte, denn zahlreiche, ziemlich große (wenn auch für die Gattung eher kleinere, ca. (30)-40-80-(90)/8-11-(13) µm) Zystiden nicht nur an der heterogenen (kein steriles Band aus Zystiden, sondern auch Basidien bildenden) Lamellenschneide, sondern auch ganz reichlich ± gleichartig aussehend an der Lamellenfläche wiesen auf einen Wasserfuß hin – und nach schneller Recherche mit den gängigen Schlüsseln wollte keine bekannte Art passen. Da in der Kurs-Saison keine weitere Zeit vorhanden war, legte ich den Beleg zunächst ab und verschob die Klärung (wie so oft …) auf später.

Hydropus pseudotenax 17 Sporen Kongo NH3 Ammoniak tot Apikulus Mycena Wasserfuss PSV DGfM Feldmykologe
 Kleinsporiger Wasserfuß (Hydropus pseudotenax) am 19. (und 20.) 10.2019, Deutschland, Baden-Württemberg, 

Schwäbischer Wald n. Schwäbisch Gmünd, "Auerbachtal" bei Ruppertshofen-Hönig, in der Streu unter Fichte und

Tanne, leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (Februar 2021), Fotos Lothar Krieglsteiner - 

Die Sporen-Aufnahme in Kongo-NH3 zeigt kleine Sporen (Maße s.o.) mit deutlichem Apikulus. Die "schnelle"

Aufnahme zeigt teils noch lebende Sporen mit kleinen bis winzigen, aber auch schon abgestorbende Sporen, bei

denen der Sporen-Inhalt zu einem großen Tropfen zusammengeflossen ist (NH3 = Ammoniak ist giftig und letal

für die Sporen).

Hydropus pseudotenax 16 Sporen Kongorot Oeltropfen lebend Auerbachtal Kleinsporiger Wasserfuss Mykologie Krieglsteiner
 Kleinsporiger Wasserfuß (Hydropus pseudotenax) am 19. (und 20.) 10.2019, Deutschland, Baden-Württemberg, 

Schwäbischer Wald n. Schwäbisch Gmünd, "Auerbachtal" bei Ruppertshofen-Hönig, in der Streu unter Fichte und

Tanne, leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (Februar 2021), Fotos Lothar Krieglsteiner - 

Die Sporen-Aufnahme zeigt überwiegend schon abgestorbene Sporen, bei denen die kleinen Tropfen zu größeren

Einheiten zusammen geflossen sind. In "länger toten" Sporen werden diese optisch meist leer und sind optisch kaum

mehr zu erkennen.

Hydropus pseudotenax 18 Auerbachtal Cheilozystiden Kongo NH3 Mikroskopierkurs Krieglsteiner Pilzschule Schwaebischer Wald
 Kleinsporiger Wasserfuß (Hydropus pseudotenax) am 19. (und 20.) 10.2019, Deutschland, Baden-Württemberg, 

Schwäbischer Wald n. Schwäbisch Gmünd, "Auerbachtal" bei Ruppertshofen-Hönig, in der Streu unter Fichte und

Tanne, leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (Februar 2021), Fotos Lothar Krieglsteiner - 

Die Aufnahme in Kongo-NH3 zeigt die heterogene Lamellenschneide mit vereinzelten Cheilozystiden.

Hydropus pseudotenax 19 Pleurozystiden Lamellenflaeche Kongo NH3 Sporen Mikroskopie Pilzschule Seminare Fuehrungen PSV DGfM Feldmykologie
 Kleinsporiger Wasserfuß (Hydropus pseudotenax) am 19. (und 20.) 10.2019, Deutschland, Baden-Württemberg, 

Schwäbischer Wald n. Schwäbisch Gmünd, "Auerbachtal" bei Ruppertshofen-Hönig, in der Streu unter Fichte und

Tanne, leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (Februar 2021), Fotos Lothar Krieglsteiner - 

Lamellen-Fläche in Aufsicht, in Kongo-NH3. Die zahlreichen Pleurozystiden sind umgeknickt und nur ab der (von

oben bis zu der) Stelle zu sehen, an der sie in situ die Lamellen-Oberseite überschreiten.

Hydropus pseudotenax 22 Kleinsporiger Wasserfuss Pleurozystiden Kongo NH3 Quetschpraeparat Mikroskopierkurs Pilzschule Schwaebischer Wald
 Kleinsporiger Wasserfuß (Hydropus pseudotenax) am 19. (und 20.) 10.2019, Deutschland, Baden-Württemberg, 

Schwäbischer Wald n. Schwäbisch Gmünd, "Auerbachtal" bei Ruppertshofen-Hönig, in der Streu unter Fichte und

Tanne, leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (Februar 2021), Fotos Lothar Krieglsteiner - 

Pleurozystiden (und Sporen) in Kongo-NH3, in stark gequetschtem Quetschpräparat. Die Pleurozystiden sind 

vollständig freigelegt, aber von der Bildungs-Hyphe abgebrochen.

Hydropus pseudotenax 21 Zystiden Lamellenbasis amorphe Exsudate Kristalle Phloxin Schwaebischer Wald Mikroskopierkurs Feldmykologe Krieglsteiner
 Kleinsporiger Wasserfuß (Hydropus pseudotenax) am 19. (und 20.) 10.2019, Deutschland, Baden-Württemberg, 

Schwäbischer Wald n. Schwäbisch Gmünd, "Auerbachtal" bei Ruppertshofen-Hönig, in der Streu unter Fichte und

Tanne, leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (Februar 2021), Fotos Lothar Krieglsteiner - 

Zystiden der Lamellen-Basis (Übergang zum Lamellen-Zwischenraum) in Phloxin-KOH-Präparat. Nur hier fand ich

solche Zystiden mit Exsudat-Auflagerungen.

Hydropus pseudotenax 23 Kleinsporiger Wasserfuss Pileipellis Cutis kurze Auswuechse liegende Hyphen Radialschnitt Mikroskopierkurs Krieglsteiner
 Kleinsporiger Wasserfuß (Hydropus pseudotenax) am 19. (und 20.) 10.2019, Deutschland, Baden-Württemberg, 

Schwäbischer Wald n. Schwäbisch Gmünd, "Auerbachtal" bei Ruppertshofen-Hönig, in der Streu unter Fichte und

Tanne, leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (Februar 2021), Fotos Lothar Krieglsteiner - 

Radialschnitt der Huthaut zeigt nur liegende Hyphen (Cutis), die gelegentlich kurze, knorrige Auswüchse haben. 

Pileozystiden fehlen.

Bevor es dazu kam, wurde ich aber etwa ein Jahr später – diesmal auf einer kleinen „Privat“-Exkursion mit Katharina, erneut fündig, wieder im Schwäbischen Wald, an einem Wegrand zwischen Nadelreisig- und Borkenresten von Tanne. Die Kollektion wirkte im Vergleich insgesamt kräftiger und dunkler, erinnerte mich entfernt an den typischer Weise im Frühjahr zu findenden Schneeblüten-Helmling (Mycena flos-nivium), und erst als ich beide Kollektionen mikroskopierte, brachte ich sie schließlich miteinander in Verbindung.

Hydropus pseudotenax 10 Kleinsporiger Wasserfuss Schneeblumen Helmling Mycena flos nivium Lothar Krieglsteiner Deutschland
Hydropus pseudotenax 10a Kleinsporiger Wasserfuss Gschwend Rotenhar Schwaebischer Wald Tanne Wegrand Nadelstreu Borkenreste Krieglsteiner Schwaebisch Gmuend

Kleinsporiger Wasserfuß (Hydropus pseudotenax) am 19.10.2020, Deutschland-Baden-Württemberg s. Schwäbisch

Hall, Gaildorf-Schönberg, "Brenntenwald", an Wegrand durch Mittelgebirgs-Nadelmischwald, an Resten von Borke und

Nadelstreu von Abies alba, leg. Katharina & Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (Februar 2021), Fotos 

Lothar Krieglsteiner -

Verglichen mit der Kollektion im Auerbachtal bei Hönig waren die Fruchtkörper im Schnitt dunkler gefärbt und etwas 

kräftiger. Die Mikroskopie zeigte sich aber als quasi identisch.

 

 Hydropus pseudotenax 11 Unterseite Anastomosen Schwaebisch Hall Pilze lernen Ausbildung Pilzkurse Krieglsteiner

Kleinsporiger Wasserfuß (Hydropus pseudotenax) am 19.10.2020, Deutschland-Baden-Württemberg s. Schwäbisch

Hall, Gaildorf-Schönberg, "Brenntenwald", an Wegrand durch Mittelgebirgs-Nadelmischwald, an Resten von Borke und

Nadelstreu von Abies alba, leg. Katharina & Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (Februar 2021), Fotos 

Lothar Krieglsteiner - 

Auch bei dieser Aufsammlung fanden sich deutliche Adern und Anastomosen im Bereich der Hut-Unterseite.

Wie schon anklang: mit den gängigen Schlüsseln und Bestimmungswerken ist die Art nicht zu bestimmen – und man versandet bei den scheiternden Zuordnungs-Versuchen bei zumindest bezüglich der Sporenmaße nicht passenden Arten wie H. scabripes oder H. conicus. Erst die Konsultation des Schlüssels von Esteve-Raventos & al. (2001, Persoonia) brachte dann problemlos das (m.E.) richtige Ergebnis, und einen (m.E.) sehr gut passenden Treffer. H. pseudotenax ist wie schon erwähnt eine aus Nordamerika beschriebene Art, die erst durch Esteve-Raventos & Ortega (1995, Sydowia) erstmals für Europa berichtet wurde, und zwar durch einen Fund aus Spanien (Andalusien, bei Granada, unter Pinus halepensis). Die Autoren bezeichnen die Art allerdings als in Europa weit verbreitet, führen aber im Text nur noch Nachweise aus Italien auf (Lonati 1986, als Hydropus scabripes var. safranopes – nicht eingesehen). Für H. pseudotenax (mit dem H. scabripes var. safranopes identisch ist, wie die Autoren durch die Untersuchung des Typus klärten) wird in der Originbeschreibung und auch bei Esteve-Raventos & Ortega (nur in der Diskussion, nicht in der Beschreibung!) ein safrangelbes Basismyzel angegeben, das mir bei meinen Funden im Gelände nicht auffiel. Meine Fotos zeigen allerdings bei einem Teil der Fruchtkörper schwach solche Farbtöne. Allerdings ist am Exsikkat nahezu der ganze Pilz orangebräunlich verfärbt.

Hydropus pseudotenax 12 Stielbasis Myzelfilz gelblich Ruppertshofen Auerbachtal Pilzseminar Schulung Pilzkenner Krieglsteiner
Hydropus pseudotenax 13 Stielbasis gelblich Myzelfilz Hoenig Zaeher Wasserfuss Helmling Saprobiont Nadelstreu Tanne Fichte Schwaebischer Wald
Kleinsporiger Wasserfuß (Hydropus pseudotenax) am 19. (und 20.) 10.2019, Deutschland, Baden-Württemberg, 

Schwäbischer Wald n. Schwäbisch Gmünd, "Auerbachtal" bei Ruppertshofen-Hönig, in der Streu unter Fichte und

Tanne, leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (Februar 2021), Fotos Lothar Krieglsteiner - 

Aussschnitts-Vergrößerungen der Stielbasis von Studio-Fotos - mit etwas gutem Willen erkennt man durchaus eine 

(orange)-gelbliche (Ver)-Färbung der Stielbasis. Mir war diese aber beim Frischmaterial nicht besonders aufgefallen.

 Hydropus pseudotenax 14 Exsikkat scabripes safranopes Hoenig Auerbachtal Stielbasis Myzelfilz orangegelb trocken Krieglsteiner Helmling
 Hydropus pseudotenax 15 Stielbasis Exsikkat Hoenig Myzelfilz orange KLeinsporiger Wasserfuss Nordamerika Spanien Italien Deutschland safranopes scabripes
 Kleinsporiger Wasserfuß (Hydropus pseudotenax) am 19. (und 20.) 10.2019, Deutschland, Baden-Württemberg, 

Schwäbischer Wald n. Schwäbisch Gmünd, "Auerbachtal" bei Ruppertshofen-Hönig, in der Streu unter Fichte und

Tanne, leg. Pilzkurs mit Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (Februar 2021), Fotos Lothar Krieglsteiner - 

Die Fotos vom Exsikkat zeigen beim ganzen Pilz (oben) und an der Stielbasis einen deutlichen Zug ins Orange. Ein 

Synonym zu H. pseudotenax ist der aus Marokko beschriebene H. scabripes var. safranopes.

 Hydropus pseudotenax 16 Exsikkat Stielbasis Myzelfilz Gschwend Gaildorf Schwaebisch Hall Gmuend Schwaebischer Wald
 

Kleinsporiger Wasserfuß (Hydropus pseudotenax) am 19.10.2020, Deutschland-Baden-Württemberg s. Schwäbisch

Hall, Gaildorf-Schönberg, "Brenntenwald", an Wegrand durch Mittelgebirgs-Nadelmischwald, an Resten von Borke und

Nadelstreu von Abies alba, leg. Katharina & Lothar Krieglsteiner, det. Lothar Krieglsteiner (Februar 2021), Fotos 

Lothar Krieglsteiner - 

Bei der zweiten Aufsammlung ist der Orange-Ton am Exsikkat schwächer, aber ebenfalls vorhanden.

H. pseudotenax ist eine wenig bekannte Art mit bisher ungenügend bekannter Verbreitung. Ob sie sehr selten ist oder nur übersehen wurde, muss sich in der Zukunft erweisen. Fazit jedoch: es lohnt sich immer wieder einmal, banal aussehende Helmlinge zu untersuchen 😊